Freitag, 26. Oktober 2012

wir fahren in den Urlaub


Noch ehe Jolly richtig begriffen hatte, was geschah, war Mama aus dem Auto gesprungen, hatte ihn auf den Arm genommen und drehte sich ganz schnell im Kreis mit ihm:“ Jolly, mein Jolly, es tut mir leid. Wir wollte dich von der Schule abholen und überraschen. Jetzt warst du schon vor uns zuhause.
Wir fahren in den Urlaub, jetzt gleich. Papa und ich haben eine Sondergenehmigung für dich bekommen vom Direktor, und weil wir doch in deiner Schule waren, dachten wir, wir könnten dich direkt mitnehmen, doch du warst zu schnell für uns.“ Das alles sprudelte aus Mama heraus, während sie ihn an sich drückte und dann absetzte.

Jolly atmete auf. Langsam wurde sein Herz wieder froh, der Druck im Bauch löste sich und die Tränen versiegten. Da legte Papa seine Hand auf Jolly`s Kopf. „Na, Junge“, sagte er mit rauher Stimme „dann komm, wir wollen fahren.“
Papa war immer schweigsam. Jedes Wort, das er redete, war kostbar und nun auch noch seine Hand auf Jolly`s Kopf. Freude und Dankbarkeit durchströmten ihn. Jetzt war alles gut. So stiegen Mama, Papa und Jolly ins Auto, wo Lea, Jolly´s kleine Schwester, in ihrem Kindersitz schlief.

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