Dienstag, 20. November 2012

Der fünfte Tag


Der fünfte Tag Heiligabend


Jolly hörte mächtige Klänge in seinem Traum. Engel zogen in einer Prozession zur Krippe hin, in der das Christkind lächelnd lag und die Hände nach Jolly ausstreckte und immer wieder lächelnd sagte: „mei olly, mei olly“ Jolly lächelte und lief zur Krippe. Gerade, als er das Christkind streicheln wollte, patschte Leas Händchen in sein Gesicht.

Jolly öffnete die Augen, gähnte, räkelte und streckte sich und kitzelte Lea dann, die sich begeistert zu ihm ins Bett kuschelte. „Komisch“ dachte Jolly, „die Klänge sind immer noch da“. Er richtete sich auf und lauschte, ja, mächtige Töne. „Mama, was ist das?“ fragte er ratlos.

Mama, die auch noch im Bett lag, hob ihren verwuschelten Kopf und sagte: „Das sind Alphörner. Wir haben unten im Speiseraum die Bilder davon gesehen, erinnerst Du Dich? Sie spielen heute, um uns auf das Christfest einzustimmen. Heute Abend ist der heilige Abend, das weißt Du ja.“

Ah,“ jetzt hatte Jolly eine Vorstellung der Instrumente und plötzlich war er voller Freude und .Aufregung. „Wenn Du magst, darfst Du Dich schnell anziehen und hinunterlaufen“ sagte Papa, „wir kommen gleich nach“

Wie ein Blitz hüpfte Jolly aus dem Bett, flitzte ins Badezimmer, machte die Turbowäsche und war schneller angezogen, als man denken konnte. Alle lachten, als Jolly Lea noch einen kleinen Kuss gab und dann aus der Tür rannte. „ Unser Junge, jetzt wird er selbstständig“ sagte Papa und ging ins Bad.

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