Mittwoch, 7. November 2012

Die Schlittenfahrt 1


Die riesigen Berge, die verschneiten Felder, Wiesen und Wälder, die Wege und vereisten Bäche boten so viel anzusehen. Nach einer Weile stupste der Kutscher Jolly an: „ Moagst d' Leina füera?“ Jolly blickte ihn erschrocken an, was mochte das heißen? Der Kutscher hielt ihm die Leinen hin und wiederholte:„ Moagst d' Leina füera?“ „ Ah“ sagte Jolly und deutete auf sich: „Ich darf die Zügel halten?“ Der Kutscher nickte und zeigte Jolly, wie er die Leinen korrekt in die Hände nehmen konnte.

Jolly strahlte und achtete jetzt sehr konzentriert auf den Weg, denn es könnte ja passieren, dass plötzlich ein dicker Stein, oder ein Loch das Pferd zum Straucheln und damit seine Familie in Gefahr brächte. Er sah es genau vor sich, wie dankbar alle waren, weil ihr Kutscher Jolly sie so sicher und sanft durch alle Schwierigkeiten gefahren hatte.

Ab und zu griff der Kutscher leicht in Jollys Führung ein, doch insgesamt ließ er ihn gewähren. Nach 2 Stunden waren sie wieder am Hotel und Jolly freute sich, dem Pferd eine Möhre und dem Kutscher das Geld geben zu dürfen.

Jetzt brauchen wir aber eine kleine Pause“ sagte Mama und Jolly war froh darüber, denn er hätte sich geschämt, zugeben zu müssen, dass er ganz erschöpft war.

Sie gingen auf ihr Zimmer und warfen sich auf die Betten. Als Jolly erwachte und auf die Uhr sah, war es schon 15 00 Uhr am Nachmittag. Mama, Papa und Lea schliefen noch. Jolly erhob sich leise und nahm aus dem kleinen Tischkühlschrank eine Flasche Saft. Er ging ins Bad, um sie zu öffnen und trank durstig. Danach legte er sich wieder auf's Bett.

Als er erwachte, hatte Mama das Licht im Zimmer angemacht, weil es draußen schon ganz dunkel geworden war. „Wo ist denn die Sonne geblieben? fragte Jolly.
Mama lächelte: „Die ist schon eingeschlafen“

Wir haben den ganzen Tag verschlafen, man gut, dass wir die Verabredung abgesagt haben, nicht wahr Mama?“ „ Ja und das hat uns richtig gut getan und jetzt wollen wir zum Abendessen gehen, oder bist Du noch vom Frühstück satt?“ „Oh nein, ich habe einen Bärenhunger“ lachte Jolly und zusammen gingen sie in den Speisesaal, in dem Papa mit Lea saß und schon den ersten Gang verspeiste.

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